
"... die nach Gerechtigkeit dürsten"
Menschenrechtsappelle in den Musikdramen von Verdi, Wagner und Britten. Hrsg. von Ute Jung-Kaiser und Matthias Kruse. Der Italiener Giuseppe Verdi, der Deutsche Richard Wagner und der Brite Benjamin Britten haben viele ihrer Werke der Verletzung der Menschenrechte gewidmet. Sie haben menschliche Schicksale und Tragödien episch-dramatisch geschildert und in divergente musikalische Appelle einfließen lassen. Wie diese drei Künstler ihre Ideen von Freiheit und Gerechtigkeit musikdramatisch formuliert, rezipiert oder inszeniert haben, ist zentrales Thema der zwölf Beiträge des Bandes. Aus dem Inhalt: Joachim Campe: Buckliger, Zigeunerin und Kurtisane. Verdi und die Entdeckung der Minderheiten. - Annette Simonis: Zur Figur des Marquis Posa bei Friedrich Schiller und Guiseppe Verdi. - Veronika Beci: Brennende Menschen in den Opern Giuseppe Verdis. Schrei nach Gewaltlosigkeit und (Religions-)Freiheit. - Matthias Kruse: Verdis "Otello". Zum Recht des 'Mohren' auf personale Akzeptanz. - Burkhard Egdorf: Der Ruf nach Gerechtigkeit und Freiheit in Chor- und Massenszenen bei Verdi und Wagner. - Ute Jung-Kaiser: Das Recht auf große Gefühle. Zur Heil(ig)ung der Tristan-Liebe bei Gottfried von Straßburg und Richard Wagner. - Ursula Schulze: Richard Wagners "Parsifal" vor dem Hintergrund des Romans Wolframs von Eschenbach. Dispositionen zur Achtung des Nächsten. - Hans-Joachim Bauer: Das Wesen der Gerechtigkeit in Richard Wagners "Parsifal". - Norbert Abels: Zum Pazifismus bei Benjamin Britten. - Sarah-Lisa Beier: Zur Verknüpfung von Außenseiterthematik und Menschenrechtsforderungen in Brittens "Peter Grimes". - Stephan Diedrich/Bianca Nassauer: Brittens Verurteilung von Kinderarbeit. Humanitäre Appelle in der Kinderoper "The Little Sweep". - Jürgen Schaarwächter: Ostenglischer Grusel und psychosoziale Repression in Brittens "The Turn of the Screw" und "Owen Wingrave". XI,297 Seiten mit 52 Abb. und 38 Notenbeispielen, broschiert (Wegzeichen Musik; Band 8/Olms Verlag 2013)